intuitiv essen – essen ohne Regeln?

Die Idee, die hinter intuitiver Ernährung steht, klingt zunächst zu schön, um wahr zu sein: man kann essen, was man möchte. Aber (es war klar, dass hier ein aber kommen musste) es ist gar nicht so einfach, zu wissen, was man tatsächlich essen möchte. Klingt komisch, ist aber so.

Intuitiv zu essen heißt in erster Linie, sich selber (wieder) genauer kennenzulernen. Seine Bedürfnisse richtig einschätzen zu lernen, zu erkennen, wann habe ich Hunger und wann bin ich satt. Das hört sich zwar einfach an, kann aber eine durchaus anspruchsvolle Aufgabe sein, wenn wir uns bisher dem Überangebot an Nahrung eher achtlos hingegeben haben.

Allerdings liegt es weniger an mangelnder Selbstdisziplin, dass wir unachtsam und quasi fremdgesteuert essen. Obwohl uns die Intuition bezüglich des Essens buchstäblich in die Wiege gelegt ist, verlernen wir oft schon im Kindesalter unser natürliches Gespür für die individuell richtige Ernährung. Wer kennt nicht Essensregeln wie “der Teller muss leer gegessen werden” oder “erst isst du das Gemüse, dann gibt es Nachtisch”? So wird essen schnell mit Regeln verbunden und Nahrung wird in gut und böse unterteilt – was im Übrigen ganz allgemein in der Ernährungsberatung gerne gemacht wird. Darauf komme ich in einem anderen Beitrag zu sprechen.

Mit intuitiver Ernährung finden Sie zurück zu einem gesunden Verhältnis zu Nahrung und Essen. Sie lernen, sich und Ihre Nahrung wieder wertzuschätzen und vertrauen Ihrer angeborenen Intuition bezüglich Ihrer Ernährung.